Ein klares eindeutiges JEIN. Sie haben z.B. einen Nachbarn, der hat aber einen ganz lieben und ruhigen? Herzlichen Glückwunsch, diese Exemplare haben Seltenheitswert. Wenn Sie einen lieben und gut verträglichen PJRT sehen, liegt das zu 99,99 % an der Arbeit, die der Besitzer in den Hund investiert hat.

JRT sind – (lat. terra = die Erde) Bauhunde.

Da sie im Bau ganz auf sich allein gestellt sind, besitzen sie ein hohes Maß an Eigeninitiative, Selbständigkeit, Selbstbewusstsein und Intelligenz. Bei den meisten JRT muss man höllisch aufpassen, dass sie einen nicht über’s Ohr hauen und so langsam die Führung des Rudels übernehmen. Und sie machen das so unterschwellig, dass man es oft nicht merkt; es ist schon ein bisschen Hundeerfahrung nötig, um das überhaupt zu erkennen. Gleichzeitig sind sie aber auch sensibel, so dass man Zurechtweisungen genau dosieren muss. KONSEQUENZ ist bei so einem intelligenten Hund oberstes Gebot! Er wird jede menschliche Schwäche und Unachtsamkeit für sich ausnutzen, und glauben sie nur nicht, so ein kleiner Welpe von 8 oder 10 Wochen könne das noch nicht! Ein Welpe wird sie von dem Moment an, an dem sie ihn abholen, genau beobachten und nach zwei Tagen hat sich er sich spätestens ein Bild gemacht und schon die ersten Schwachstellen herausgefunden – ganz sicher!

Man muss aber auch nicht schon seit 20 Jahren Hundeausbilder sein, um JRT zu halten und zu erziehen: Wer bereit ist, Arbeit, Zeit (und auch ein wenig Geld) in die Ausbildung seines Hundes zu investieren, bekommt den besten Kumpel der Welt. Welpenspielstunde, Hundeschule und/oder Arbeit mit einem/r Hundetrainer/in, Agilitytraining – all das sind wichtige Hilfen, um aus seinem JRT einen guten Begleithund zu machen. Denken Sie aber bitte nicht, dass mit 1 Jahr oder mit 1 ½ Jahren die Erziehung abgeschlossen ist und man sich dann zurücklehnen kann.

Schließlich wird ja dessen Intelligenzquotient mit zunehmenden Alter nicht weniger!

Wenn sie ihm nicht genügend Aufmerksamkeit zukommen lassen, bekommen Sie die Quittung garantiert. Oder er hat einfach mal eine schlechte Phase und wird Sie „fragen“, ob sie wirklich noch Rudeloberhaupt sein wollen. Auch diese Zeichen muss man erkennen lernen und unbedingt sofort darauf eingehen. Schleichen sich erst Anna2Unarten ein, wird es später um so schwerer, diese wieder abzustellen.

Die Intelligenz hat natürlich auch viele Vorteile! Sie sind lernwillig und freuen sich oft über neue Aufgaben. Nicht selten sind sie stolz, Erlerntes vorzeigen zu können. Man bekommt einen Hund, der mitarbeitet (wenn man ihm denn erst einmal gezeigt hat, dass das auch für ihn von Vorteil ist – z.B. Leckerlies).

Richtig angefasst, werden JRT tolle Familienkumpel, aber für jemanden, der noch nie mit Hunden und deren Ausbildung zu tun hatte, stellen sie eine oftmals doch eine schwere Hürde dar.

Hier sollte man genau überlegen, ob man sich das zutraut und besser schon vor dem Welpenkauf eine geeignete Hundeschule, Parson-erfahrene Anlaufstellen oder Bekannte (o.ä.) suchen, denn die eigenen Probleme sind ja i.d.R. nicht einzigartig, sondern haben schon viele Hunde-  und PRT-Besitzer auch durchlebt und gelöst. Erfahrungsaustausch kann hilfreich und nützlich sein.