Taubheit beim Parson Russell Terrier tritt immer wieder auf, d.h. ich spreche hier von Welpen, die taub sind, nicht von einem alten Hund, der taub wird.

Die genetischen Erbgänge, die für die Taubheit beim Parson/Jack Russell Terrier verantwortlich sind, sind bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt.

Bekannt ist, dass vermehrt Taubheit bei Rassen auftritt, die das Merle- oder das Piebald (Scheck)-Gen tragen. Das Merle-Gen ist beim Parson/Jack Russell Terrier nicht vorhanden, aber das Piebald-Gen, welches, vereinfacht ausgedrückt, für die Weißfärbung verantwortlich ist. Beobachtet man, welche Welpen taub sind, hat man den Eindruck, dass es oft Welpen mit wenig Farbe und viel Weiß sind. Dies ist ein Eindruck, der aber bisher nicht wissenschaftlich belegt ist.

Bis zum heutigen Tage existiert deshalb noch kein Gentest und keine Möglichkeit der Vorsorge, wenn es um Verpaarungen geht.

Taube Welpen und später erwachsene Hunde sind in der Lage ein vollkommen normales, ausgelastetes Leben zu führen. Sie sind nicht krank, sie hören nur nicht. Ich kenne taube Hunde, die eine Begleithundeprüfung abgelegt haben und sogar im Agility ausgebildet werden. Wer solch einen Hund gesehen hat, würde nicht denken, dass dieser in irgendeiner Form eine Beeinträchtigung hat.

Natürlich muss man sich als Mensch darauf einstellen und anders mit dem Hund umgehen, ihn anders fördern. Aber es ist möglich. Ich will es nicht verniedlichen, aber auch die Scheu davor nehmen, zu denken, die Welt würde untergehen, wenn ein Welpe taub ist. Züchterisch gesehen ist dies natürlich immer ein Schock, aber der Hund kann ein vollkommen normales Leben führen.