Viele Menschen wünschen sich von Herzen einen Hund, als Begleiter, Familienergänzung, modisches Utensil oder auch als Partner beim Sport, der Jagd oder der Arbeit. 

Ist der Schritt tatsächlich getan, gibt es viele verschiedene Herangehensweisen, das neue gemeinsame Leben zu gestalten. Hundemenschen können hier schon auf eine gewisse Routine zurückgreifen und erleben trotzdem immer wieder neues und überraschendes. Ersthundebesitzer sind oft der Meinung, dass sich das schon alles irgendwie regeln wird. Ups.... hier kommt dann hin und wieder der Aufschrei kurz darauf oder auch etwas später. Da weiß man nicht, was besser ist. Gehen wir also mal davon aus, hier liest jemand mit, der denkt, es regelt sich alles so halbwegs von alleine. Dem sei der folgende Beitrag an´s Herz gelegt.


Endlich ist es soweit! Der lang ersehnte Hundewelpe ist bei Ihnen eingezogen. Er ist freundlich, neugierig, lernbegierig und vielleicht noch ein wenig ängstlich und unbeholfen. Er jammert nachts ein wenig, benutzt hin und wieder ihre Hände als Knabberutensil und richtig stubenrein ist er auch noch nicht. Und so richtig wissen Sie manchmal nicht, wie Sie dem "Kleinen" dabei helfen können, sich schneller in Ihrer Welt zu Recht zu finden. Wann ist Strenge nötig, wann liebevolles Loben oder wie wirksam ist Ignorieren? Wie erziehen und kommunizieren sie mit ihrem Welpen?

Und ist Erziehung überhaupt nötig? 

Oder klappt es nicht auch von alleine? Leider heißt die Antwort hier: NEIN, klappt es nicht. Übernehmen Sie nicht von Anfang an die Initiative, tut es ihr Welpe, der sofort auslotet, wie seine Möglichkeiten sind, sich so gut wie möglich in seiner neuen Familie zu positionieren, das ist seine Natur, er kann nicht anders. Und nicht nur das - die Lebenssituation unserer Hunde hat sich im Laufe der Jahrhunderte umfassend verändert. Viele Hunde leben in der Großstadt und gehen, obwohl dafür gezüchtet, heute keiner spzeziellen Aufgabe mehr nach, trotzdem müssen sie komplexen Anforderungen, die die Umwelt an sie stellt, gerecht werden. Im 21. Jhd. muss ein Hund mehr denn je auch von der Öffentlichkeit akzeptiert werden, er hat zu lernen, mit einer Welt klar zu kommen, die voller fremder Menschen, Autos, anderer Hunde, Lärm und fremdartiger Gerüche ist. Nicht immer ganz einfach für einen jungen und oft auch – bei fehlender Prägung – älteren Hund. Und wo ist dann der Bereich, wo der Hund noch ganz Hund sein darf und seinen ureigensten Trieben, wie Beute-, Futter- oder Spieltrieb nachgehen kann??

Wohin wollen wir also, wenn wir uns und den Hund als Partner sehen?

Ziel der Erziehung eines Hundes soll also sicherlich erst mal sein, ihm den Weg zu einem "alltagstauglichen" Begleiter zu ebnen. Ihr Hund lernt durch sein vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen, sich auch in einer ständig wandelnden Umwelt zu Recht zu finden. 

Gute Welpenspielstunden und Prägungsmöglichkeiten, später Junghunderziehung ebnen ihnen den Weg dorthin. Hund und Hundeführer lernen miteinander umzugehen und zu kommunizieren, nebenbei wird spielerisch alltägliches nachgestellt und eingeprägt. Die ersten Wochen und Monate im Leben eines Hundes legen den Grundstein für viele Verhaltensweisen des erwachsenen Hundes. Und denken Sie nicht,  nur weil ihr Hund vielleicht irgendwann erwachsen ist, dass er keine Erziehung mehr bräuchte, mit zunehmendem Alter nimmt ja sein IQ nicht ab. Gönnen Sie also Ihrem Hund ein Hobby, z.B. Agility, Obedience, Flyball, Dogdancing, Fährtenarbeit, die Liste der Möglichkeiten ist endlos und seien Sie sicher, jede Beschäftigung mit ihrem Hund stärkt das unsichtbare Band zwischen ihnen was Vertrauen heißt.

Wenn Sie also die Anschaffung eines Welpen planen, suchen sie frühzeitig in Ihrer Umgebung nach geeigneten Welpenprägungsstunden. Diese Vereine oder Hundeschulen bieten zusätzlich oft noch weiterführende Kurse zur Erziehung und/oder Ausbildung in  einer oder sogar mehrerer Hundesportarten an.

Was wollen wir Ihnen also mit auf den Weg geben, wenn es um die Zukunft mit ihrem neuen Familienmitglied geht, was ist das Geheimnis eines glücklichen Hundes? Nicht die Freiheit, alles tun zu dürfen, wonach ihm der Sinn steht, macht ihn glücklich und zufrieden, sondern, wenn er einen starken, zuverlässigen und vertrauenswürdigen Partner an seiner Seite hat, der ihm einen Rahmen gibt, in dem er sich bewegen kann …. und der ihn trotzdem Hund sein läßt.