Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) ist größer und bunter.

Die Auwaldzecke als andere Zeckenarten (sieht aus wie gepunktet auwaldzeckeund unterscheidet sich damit deutlich von der “normalen” Zecke, deren Körper bräunlich-schwarz oder rot ist). Weibchen sind weniger bunt, bei den Männchen ist der ganze Rücken gepunktet. Das Zeckenweibchen ist nüchtern etwa 2-5, vollgesogen sogar bis zu 16 Millimeter groß. Der Lebensraum ist bevorzugt in feuchten Wald- oder Moorgebieten.

Ursprünglich in Ungarn, Österreich und Südpolen zu finden hat sie sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt und damit auch ausgebreitet. In Deutschland lebt diese Zeckenart entlang des Oberrheins und der Elbe, im Saarland und Rheinland-Pfalz. In jüngster Vergangenheit hat sie sich über den Fläming hinaus nach Berlin und Brandenburg hin ausgebreitet. Mittlerweile haben sich die Auwaldzecken auch in Baden-Württemberg eingelebt. Die ausgewachsenen Auwaldzecke befällt große Haustiere wie Pferde und Hunde aber auch Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und Füchse.

Besonders gefährlich ist die Auwaldzecke für Hunde. Sie überträgt Babesien. Das sind einzellige Blutparasiten, die sich in den Speicheldrüsen der Zecke befinden.

Diese Babesien erzeugen die Babesiose, auch Hunde-Malaria genannt, eine für den infizierten Hund lebensgefährliche Krankheit.
Typische Krankheitssymptome, die auch einem Laien auffallen: Hohes Fieber (bis 42 °C), auffallende Müdigkeit, Harn verfärbt sich und Schleimhäute ebenfalls.

Um der Forschung in Bezug auf Ausbreitung und infizierter Tiere Unterstützung zu geben, haben Sie die Möglichkeit, Tiere, die Sie finden, einzuschicken.

Informationen bei Wikipedia

Parasitus Ex e.V.

z.Hd. Dr. Thorsten J. Naucke

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53859 Niederkassel