Aufgrund der langen Tradition des Jagens in Großbritannien wurden für die verschiedenen Jagdarten im Laufe der Zeit auch verschiedene Jagdhundtypen entwickelt. Eine der letzten Rassen, die sich herausbildete, war der Parson Jack Russell Terrier. Er hat als IMGP1595Stöberhund die Aufgabe, den Fuchs, Dachs oder auch z.B. Otter durch reines Verbellen durch die Gänge des Baus zu drängen, dann möglichst durch einen der Ausgänge ins Freie und somit der Meute oder dem Jäger vor die Flinte zu jagen. John Russell legte dabei großen Wert darauf, dass die Hunde das Wild nicht verletzen oder gar töten durften, eine gewisse Besonnenheit musste Ihnen immer noch zu eigen sein. Aus diesem Grund erleben wir unsere Russell´s auch heute noch dabei, wie sie  gerne eine Spur aufnehmen oder auch mal den einen oder anderen Hasen oder ein Reh treiben.

Der Jagdtrieb ist diesen Hunde zu eigen, und kein Neubesitzer sollte sich darauf verlassen, dass nun ausgerechnet sein Parson Russell Terrier über diesen Trieb nicht verfügt, denn die lange Zuchtauslese über die Arbeit mit jagdlich hervorragend zu führenden Hunden, lässt sich nicht innerhalb von zwei oder drei Generationen “rauszüchten”.

Das Wesen unserer Russell´s ist sicherlich das Markanteste an dieser Rasse. Schärfe, im Sinne von Aggressivität, hat John Russell bei seiner Zucht vollständig abgelehnt. Es entstand, und dies ist auch heute noch Zuchtziel, ein Hund, der in der Lage ist selbständig und in eigener Regie zu arbeiten mit starkem Willen, der bei richtiger Erziehung, die konsequent und liebevoll die Stärken des Hundes unterstützt und seine angeborene Freundlichkeit fördert, ein lebhafter, anpassungsfähiger und intelligenter Hund, ein feuriger (Solitär)-Jäger. 

Seine kinderliebe Art und sein charmantes Wesen haben ihn heute zu einem überaus beliebten Familienhund werden lassen, der sich, bei entsprechender Erziehung und Auslastung, gut einfügen kann.